„Glauben, leben, geben“ Missio-Vorstandsmitglied trifft Lehrstuhlinhaber und Studenten der Religionswissenschaft an der Universität Bethlehem
25. Februar 2008
„Als ich zum ersten Mal von der Universität Bethlehem und ihrer Arbeit hörte, war ich stark beeindruckt. Das Engagement der vielen Menschen, die an der Universität zusammenarbeiten, ist ein extrem wichtiger Beitrag zur Entwicklung dieser Region. Es freut mich sehr, endlich diesen Ort mit seiner vitalen Atmosphäre zu besuchen“, stellte Irmgard Icking, Vorstandsmitglied und Leiterin der Auslandsabteilung bei Missio, bei ihrem Besuch der Universität Bethlehem am 15. Februar 2008 fest.

Auf einem Rundgang durch das älteste Gebäude auf dem Campus, die De-La-Salle-Hall und die Kapelle des kindlichen Jesus, den Bruder Joseph Loewenstein, Leiter der Gemeinschaft der Schulbrüder führte, informierte sich Frau Icking über die Geschichte der 1973 gegründeten Universität. Danach traf sie sich mit Fr. Jamal Khader, dem Inhaber des Lehrstuhls für Religionswissenschaft, und Ordensschwestern, die das Studienfach belegen. Mit ihnen sprach sie über die wichtige Rolle, die der Lehrstuhl dabei spielt, die Kirchen und religiösen Gemeinschaften in Bethlehem und Umgebung und den Dialog zwischen Christen und Muslimen vor Ort zu fördern. Missio unterstützt die Arbeit des Lehrstuhls durch die Finanzierung von Stipendien für Studenten und Gehältern für Dozenten. Fr. Khader bedankte sich für diese Unterstützung, „die uns dabei hilft, unsere Mission für die Zukunft der Christen im Heiligen Land auch weiterhin umzusetzen.“ Er erklärte außerdem, wie der Lehrstuhl durch die Ausbildung von qualifizierten, motivierten und toleranten Religionslehren zur Lebendigkeit der christlichen Gemeinden vor Ort beiträgt. Weiter betonte er, dass in der Ausbildung großer Wert darauf gelegt wird, den Studenten Wissen über den Islam und somit mehr Toleranz und Verständnis für den anderen Glauben zu vermitteln.
Die vier anwesenden Ordensschwestern, Sr. Mera Kasabreh, Sr. Rita Karkar, Sr. Lina Sanosian und Sr. Samia Yassa, sprachen über ihre Erfahrungen als Studentinnen und über ihre Hoffnungen für die Zukunft. „Es ist für mich etwas Besonderes, zusammen mit muslimischen Kommilitonen zu studieren. Ich finde, dass es für Christen und Muslime sehr wichtig ist, mehr über den Glauben des jeweils anderen zu lernen, weil dies ein friedliches Zusammenleben fördert“, so Sr. Rita Karkar, die im dritten Jahr studiert. Sie fügte hinzu: „Das Studium an der Universität Bethlehem hilft mir, mich spirituell zu entfalten ohne mich von der sozialen Wirklichkeit zu entfernen.“ Sr. Mira Kasabreh, die dieses ihren Abschluss macht, beschrieb, wie das Studium ihr dabei hilft, sich auf ihre Zukunft als Lehrerin vorzubereiten. „Nach meinem Abschluss möchte ich dabei helfen, die Botschaft Hoffnung mit den Menschen an diesem einzigartigen Ort zu teilen.“ 
Am Ende ihres Besuchs schloss Frau Icking: „Als Missio vor kurzer Zeit sein 175-jähriges Bestehen feierte, haben wir den Slogan „glauben, leben, geben“ gewählt. Diese Stichworte drücken aus, was Mission für uns bedeutet; die Werte von Glauben, Leben und Solidarität zu vermitteln, im Dialog mit dem anderen. Es freut mich zu sehen, wie gut dies an der Universität Bethlehem funktioniert.“

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