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July 25 , 2008

 

Gemeinsam feiern - gemeinsam nachdenken

10 Jahre Studierendenaustausch Bethlehem - KÖln

Samstag Abend in einem Restaurant in Beit Jala bei Bethlehem. Studierende der Universität Bethlehem und der Katholischen Fachhochschule Köln treffen sich ein letztes Mal, um auf die vergangene Woche zurückzublicken, die sie von Sonntag, den 8. Juni bis Samstag, den 14. Juni zusammen in Bethlehem verbracht haben. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung, es wird getanzt, es werden Geschenke ausgetauscht. Zwei der Bethlehemer Studierenden können allerdings nicht an der Abschlussfeier teilnehmen. Sie können ihr Zuhause nicht verlassen, weil ihr Wohnort, das Flüchtlingslager Deheisha, von Soldaten der israelischen Armee umstellt ist.

So wurde am letzten Abend des Austauschprogramms nochmals der Kontrast spürbar, von dem die ganze zurückliegende Woche geprägt war: Auf der einen Seite die ständige Konfrontation mit den zahlreichen Problemen, die den Alltag der Studierenden in Bethlehem und dem ganzen Westjordanland erschweren, auf der anderen Seite gemeinsam Feiern, Spass haben und Freundschaften knüpfen. Hier ein Rückblick in Bildern:

Prof. Dr. Armin Wildfeuer, Präsident der Katholischen Fachhochschule Köln, beim Eröffnungstreffen am Sonntag, den 8. Juni (rechts) und Bruder Robert Smith, Präsident der Universität Bethlehem bei den diesjährigen Abschlussfeierlichkeiten an der Uni Bethlehem, an denen auch die deutschen Gäste teilnahmen (links).

Ein Theaterstück mit dem arabischen Titel „Lesh La?“ – „Warum nicht?“, von Studierenden der Universität Bethlehem gemeinsam erarbeitet, vermittelte den deutschen Zuschauern ein lebhaftes Bild davon, mit welchen Schwierigkeiten junge Frauen in der palästinensischen Gesellschaft zu kämpfen haben. Am Ende des Theaterstücks konnten die Zuschauer in der Form eines Forumtheaters spielerisch Vorschläge zur Lösung der thematisierten Probleme einbringen.

Neben zahlreichen Exkursionen stand auch der wissenschaftliche Austausch zwischen den Studierenden im Mittelpunkt. In Präsentationen und Diskussionen setzten sie sich mit verschiedenen Themen aus ihren Fachgebieten, den Sozial- beziehungsweise Erziehungswissenschaften, auseinander, wie hier beispielsweise mit den Auswirkungen der Globalisierung auf die palästinensische Gesellschaft.

Auch die Dozenten tauschten sich in ihren jeweiligen Fachgebieten aus, hier bei einer Präsentationsrunde im Konferenzraum der Fakultät der Erziehungswissenschaften.

Einige der Teilnehmer lernten sich schon vor dem Beginng des Austausches kennen. Via Videokonferenz setzten sich Studierende und Dozenten beider Hochschulen mit dem Thema „Partizipation in Palästina und Deutschland“ auseinander.

Schließlich konnte der Gedankenaustausch über Möglichkeiten der aktiven Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen in den jeweiligen Gesellschaften persönlich weitergeführt werden.

Selbstverständlich wurde im Verlauf der Woche auch gemeinsam gefeiert. Hier beim „Deutschen Abend“ mit Gästen aus verschiedenen deutschen Institutionen in Israel und der Westbank.

Indivisa manent - Sie bleiben verbunden: Der Leitspruch der Brüder der Christlichen Schulen, von denen die Universität Bethlehem gegründet wurde, trifft auch auf das Austauschprogramm mit der KFH Köln zu. Es besteht mittlerweile seit zehn Jahren und wird im Oktober dieses Jahres mit einem Besuch der Bethlehemer Gruppe in Köln fortgesetzt.

 

 

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