21. Februar 2011
Die Weihnachtsferien verbrachten die beiden Studentinnen Daisy Lama, Hauptfach Biologie und Manar Shomaly Hauptfach Englisch bei zwei Italienischen Familien in Veglie, einer Stadt in Salento dem „Absatz“ des italienischen „Stiefels“. Dieser anmutige Teil Italiens ist bekannt für die landschaftliche Schönheit und die üppige Produktion von Weintrauben und Oliven für Öl. In der Vergangenheit war das Gebiet sehr beliebt unter Eroberern wegen ihrer strategisch guten Lage zwischen Europa und dem Osten. Außerdem warten viele barocke Highlights auf den Besucher, die in den dortigen Kalkstein gehauen sind. Zwar sind wahrscheinlich viele der Palästinenser mit der dortigen Landschaft weniger vertraut aber trotzdem erinnert sie ein wenig an Bethlehem, da dort ebenfalls kleine Dörfer mit einem mediterranen Klima zu finden sind.
Dieser kulturelle Austausch geht auf die Cultural Bridge Building Initiative zwischen Palästina und der Salento Region zurück. Dr. Enrico Catassi, der Jerusalemer Repräsentant der Toskana, Italien und Herrn Rino Maenza, Organisator des in Bethlehem stattfindenden „Concert for Life and Peace“ machten es für zwei Studentinnen Möglich italienische Luft zuschnuppern. Im Gegenzug hatten die Gastfamilien die Möglichkeit die Palästinensische Jugendliche und ihr Leben kennen zu lernen. Daisy und Manar mussten aber auch während der Zeit feststellen, dass die Familien und Einwohner wenig über das Palästinensischen Leben und deren Probleme wussten. Durch Gespräche und kulturellem Austausch konnten die Beiden viele Unklarheiten und Missverständnisse aus der Welt räumen und zudem zeigen wie friedlich und gebildet Palästinenser sind.
Die beiden jungen Frauen stellten mit Beigeisterung die Wissbegierigkeit ihrer Gastfamilien fest, die sogar „Karten von Google ausdruckten, um die Lage unserer Heimatorte zu sehen“, sagte Manar. Zusätzlich wurden Daisy und Manar auf eine Konferenz der „Association for Life and Peace“ in der Stadt Galatina eingeladen. Bei der Konferenz standen die Probleme der Palästinenser und die friedlichen und gewaltlosen Lösungen der Besatzung im Vordergrund. Das Ziel war es nicht nur junge Italiener mit den Umständen der Besatzung vertraut zu machen, sonder ihnen auch die Möglichkeit zu geben mit jungen Palästinensern in Dialog zu treten.
Der Fernsehsender RAI und eine lokale italienische Tageszeitung berichteten von der Konferenz und den zwei Studentinnen.
Daisy war sehr glücklich über die Gastfreundschaft ihrer Gasteltern Pinoccio und Lucia, sowie ihren Kindern Simone und Elisa. In Mitten der italienischen Familie genoss sie die köstliche italienische Küche und die wundervolle Behandlung. Manar, die bei Salvatore und Maria Frisenda und ihren beiden Kindern Alberto und Enrico wohnte, fühlte sich ebenfalls sehr wohl. Beide Studentinnen fühlten sich wie zu Hause und wie ein Teil einer italienischen Familie. Beide Mädchen besichtigten große Teile der Region, zum Beispiel die Dörfer Otranto und Gallipoli und Städte Lecce und Galetina. Manar und Daisy brachten ihre Dankbarkeit für ihre Gastfamilie und deren Großzügigkeit mit den einfachen Worten: „Es war großartig!“, zum Ausdruck.
Nachdem diesem kraftvollen Austausch der Ideen und Informationen, der durch so einen kulturellen Austausch passierte, glauben Manar und Daisy, dass beide Seiten von so etwas profitieren können, da dadurch Vorurteile, falsche Vorstellungen und Ängste abgebaut werden können. Sie ermutigen andere Studenten solche Gelegenheiten zu nutzen, um die Wahrheit über das palästinensische Leben zu verbreiten aber auch von anderen Kulturen zu lernen. Dieses Beispiel der Völkerverständigung und des Austauschs hilft den Individuen und den palästinensischen Institutionen sich weiterzuentwickeln während man Vertrauen untereinander, den Institutionen und mit der ganzen Welt erzeugt und aufbaut. Die Bethlehem Universität hat sich auf die Fahne geschrieben Brücken des Frieden und der Verständigung zu bauen, so dass unsere Studenten ein Teil der gedeihenden und dynamischen Weltgemeinschaft sein können. Vielen Dank an unsere Freunde, besonders an die Frisenda und Rienzo Familien, so wie Valeria Corvino, Gigi Nestola, Bruno Ciccarese, Maria Rosaria de Bartolomeo für ihr Engagement.