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Der Präsident von Osttimor und Friedensnobelpreisträger Dr. Jose Ramos-Hortas besucht die Bethlehem Universität

 

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22. Februar 2011

Am Donnerstagnachmittag, dem 17. Februar 2011 wurde der Bethlehem Universität eine große Ehre zuteil. Der Präsident Dr. Jose Ramos-Hortas und sein Außenminister Albano Da Costa nahmen sich die Zeit der kleinen Stadt Bethlehem und ihrer Universität einen Besuch abzustatten und über die Situation in Osttimor zu sprechen. Die Delegation Osttimors wurde von einigen hochrangigen Palästinensischen Offiziellen begleitet, einschließlich der Tourismusministerin Khulud Daibes, dem Bürgermeister von Bethlehem Victor Batarseh, dem Berater für Christliche Beziehungen von Präsident Abbas Ziad Al-Bandak und dem Gouverneur von Bethlehem Abed Al Fattah Hamayel. Die Gäste wurden von Br. Peter Bray, Vize-Kanzler der Bethlehem President2Universität, Br. Robert Smith, Vize-Präsident für Akademische Angelegenheiten und Br. Jack Curran, Vize-Präsident des Entwickungsbüros empfangen.

Nach einer kurzen Tour über den Campus wurden die Gäste in der Furno Hall begrüßt. Br. Peter Bray brachte seine Freunde zum Ausdruck, die besonderen Gäste auf dem Campus begrüßen zu dürfen, da sein Heimatland Neuseeland ebenso wie Osttimor in der Region des Süd-Pazifiks liegt. Br. Peter zeigte seine Bewunderung für die Timoresische Führung, die nicht nur bemüht war der Welt über die Umstände ihrer Besatzung zu berichten, sondern ihren Leuten auch in der schweren Zeit beistanden und unterstützten. Anschließend wurde Präsident Dr. Ramos-Hortas eingeladen über die Situation in Osttimor zu sprechen.

Zu Beginn gab Präsident Dr. Ramos-Hortas einen kurzen Überblick über sein Land und sprach dann über die Gründung und die Probleme des Landes. Das Land Osttimor bestimmen ähnliche Schicksale wie Palästina. Nachdem 1975 Osttimor von der portugiesischen Kolonialherrschaft für unabhängig erklärt war, wurde das Land von indonesischen Truppen besetzt. Die bis 1999 andauernde Besatzung war geprägt durch Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen durch das indonesische Militär und pro-indonesischer Milizen. Während der Okkupation kamen schätzungsweise 200.000 Menschen ums Leben. 1999 stimmten 78 Prozent der Bevölkerung für die Unabhängigkeit Osttimors von Indonesien, was ein Ausbrechen von massiver Gewalt durch pro-indonesische Milizen zu Folge hatte. Nach dem Eingreifen von Internationalen Peacekeeping Truppen wurde das Land 2002 für unabhängig erklärt. In den ersten Neuwahlen 2007 nach der Unabhängigkeit 2002 wurde Dr. Ramos-Hortas zum Präsidenten von Osttimor gewählt.
Durch ein ähnliches Schicksal, wie die Palästinenser zeigte er Mitgefühl mit der Palästinensischen Bevölkerung und ihrer schwierigen Situation aber auch Bewunderung für ihre Hingabe zur Schaffung von herausragender Bildung. Dr. Ramos-Hortas brachte zum Ausdruck, dass er die Situation der Besatzung nach empfinden könne und er fügte hinzu, dass das Land schon zu lange unter der Besatzung leide. Trotz des langen Kampfes glauben Präsident Ramos-Hortas und Br. Peter Bray, dass die Menschen in Palästina eines Tages in Frieden leben können, wie die Menschen in Osttimor oder Nordirland.

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