25. April 2011
Liebe Freunde,
Grüße von der Bethlehem Universität. Wenn wir das Osterfest feiern, erinnern wir uns daran, wie Jesus litt, starb und auferstand. Mir sind die Menschen bewusst, die auf der ganzen Welt und besonders in Palästina leiden. Leid ist ein Teil der menschlichen Natur, trotzdem finde ich es schwer dieses Leid zu beobachten, ob es die Naturgewalten in Form eines Erdbebens in Japan oder in meinem Heimatland Neuseeland ist, oder Überschwemmungen in Pakistan und Dürren in Afrika. Die Bemühungen nach Freiheit in vielen Arabischen Ländern ist ebenso eine Folge von Leid in diesen Regionen. Die Herausforderung ist das Umgehen mit dem Schmerz. Wenn wir diesen Schmerz nicht umwandeln und daraus wachsen, besteht die Gefahr, dass wir ihn auf Andere übertragen und ihnen Schmerzen zufügen.
Die Feier der Auferstehung Jesu erinnert uns daran, wie Jesus mit dem Schmerz umgegangen ist und welche Auswirkungen er auf Millionen von Menschen hat. Wenn wir an ihn glauben, müssen auch wir unseren Schmerz umwandeln und sicherstellen, dass wir ihn nicht auf andere übertragen, sondern, dass wir und die Menschen um uns herum ein besseres Leben erfahren. Das ist keine einfache Aufgabe!
Das Leid Vieler resultiert aus ungerechten Aktionen Anderer, besonders Organisationen. Das können Zusammentreffen von Menschen sein, wie einige illegale Siedler in der Westbank, die das Leben der Palästinenser erschweren. Alternativ gibt es auch Regierungen, die Menschen systematisch diskriminieren, wie die Israelische Regierung die Palästinenser. Jesus ruft uns auf, gegen diese Ungerechtigkeiten Stellung zu beziehen. Das „Stellungen beziehen“ muss nicht ausladend oder auffällig sein. Es kann einfach bei den Menschen um uns herum passieren. Wir können uns mit anderen zusammenschließen, um Ungerechtigkeiten aufzuzeigen und die Menschen unter Druck setzten, die diese auslösen.
Eine der großen Herausforderungen ist die Erhaltung von Hoffnung. Es passieren so viele Dinge, die den Anschein erwecken, dass es noch schlimmer wird. Trotzdem ist die Bethlehem Universität ein Leuchtturm der Hoffnung in Mitten von vielen leidenden Menschen. Die Feier des Ostergeheimnisses verknüpft sich mit der Hoffnung der Erlösung von Leiden und Tod, eine Hoffnung, die auf der Endeckung einer Lösung basiert und nicht auf weiterer Gewalt. Jesu Auferstehung zeigt uns, dass die Hoffnung, die wir auf Gott setzten nicht umsonst ist. Jesus lebte vor, dass aus Leid neues Leben entsteht, sogar eine Fülle des Lebens, welches in Ewiges Leben resultiert. Die Auferstehung Jesu befähigt uns Stellung gegen Unrecht zu beziehen, um Güte aufblühen, Quellen in Wüsten zu entspringen zu lassen und darüber hinaus kreativ das Reich Gottes zu gestalten.
In Namen Aller an der Bethlehem Universität bringe ich meine äußerst große Dankbarkeit für alle Menschen, die Stellung bezogen haben und beziehen in Mitten der Unterdrückung und der leidenden Menschen in Palästina. Die Studenten machen großartige Erfahrungen auf dem Campus und ich bin Ihnen, den Mitarbeitern der Bethlehem Universität ebenso dankbar für ihre Bemühungen eine hervorragende Lernatmosphäre in dieser Oase des Friedens zu schaffen.
Möge der Frieden und die Freude des auferstandenen Christus Teil Ihrer Erfahrung sein.
Beste Grüße
Brother Peter Bray, FSC, EdD
Vize-Kanzler der Bethlehem Universität
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