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18. Juli 2019

Neuentdeckungen in Weltnaturerbe

 

Palästina ist ein Land, dass, trotz seiner doch recht überschaubaren Größe, ein breites Spektrum an unterschiedlichen Habitaten und teils sogar eine größere biologische Vielfalt als andere, zehnmal so große, Staaten besitzt.

Das Palästinensische Institut für Biodiversität und Nachhaltigkeit (PIBS) der Bethlehem Universität hat erstmals ein Projekt angefangen, dass Mensch als auch Natur schützen und helfen soll.

Dieses neue Projekt konzentriert sich auf das Wadi al-Makhrour. Das Wadi al-Makhrour ist ein Tal, circa sieben Kilometer südlich der Altstadt von Jerusalem und sechs Kilometer nordwestlich der Bethlehmer Altstadt gelegen, welches integral für das westliche Aquifer Basin - die wichtigste Wasserquelle Palästinas - ist.

Durch politische und andere menschliche Einflüsse nahm die Zahl unterschiedlicher Arten im Wadi in den letzten Jahren drastisch ab. Das PIBS erforscht daher, wie man die Diversität der dortigen Fauna, Flora, Landwirtschaft und Kultur erhalten kann.

Der Leiter des Darwinprojekts Rami Abu Saad erklärte: „Das Tal wurde von der UNESCO, aufgrund der anhaltenden kanaanitischen Landwirtschaft und der wunderschönen Landschaften, als Welterbe ausgezeichnet.“

Ausgrabungen im Tal zeigten, dass das Wadi bereits seit der Bronzezeit (1.500-1.200 v. Chr.), über den Hellenismus, bis hin zu den Anfängen der islamischen Periode genutzt wurde. Die Palästinenser haben diese reiche Kultur behalten und nutzen das Wadi al-Makhrour bis heute.

Die Gruppe des Instituts will das Tal vor städtischer Ausbreitung und dem Verlust der Biodiversität, durch Forschung und Entwicklung eines Managementplans und langfristiger Erhaltungsmaßnahme, schützen.

Der eine Teil des Teams konzentriert sich insbesondere auf die Aufzeichnung und Kategorisierung lokaler Arten. Es gibt zum Beispiel eine Studie zur Echoortung von Fledermäusen oder eine Studie zu lokalen Pilzarten, die erste dieser Art seit 1940. Auch viele Insekten- und Schneckenbestände wurden erstmals aufgezeichnet. Der andere Teil des Teams will Permakultur, als auch ökologische Agrikultur im Tal verbessern und ausbauen. Umwelttourismus soll ebenso gestärkt werden wie landwirtschaftlicher Tourismus.

Das facettenreiche Projekt wir durch die Darwin Initiative, die National Geographic Society, und den British Council finanziert. Es ist außerdem das erste Projekt in Palästina, welches ein Forschungsstipendium von National Geographic erhalten hat.

Das Forschungsteam des PIBS hat bedeutende Daten zum kulturellen Erbe, der Landwirtschaft und der Natur gesammelt und entwickelt dabei ein beispielhaftes System, um das Interesse an Land und Leuten zu steigern.

 

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